Für mehr Haltung im Digitalen: Unser Abschied von Meta
- Medicforce

- 17. Nov.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Nov.
Es fühlt sich einfach nicht mehr richtig an.

Eigentlich ist es selbstverständlich: Soziale Netzwerke und digitale Kommunikationsplattformen prägen längst unseren Alltag – im Beruf genauso wie privat, oft ohne klare Trennlinie dazwischen. Auch wir haben die Dienste des Metakonzerns genutzt, um mit Partnern, Kundinnen und Kollegen in Kontakt zu bleiben, Neuigkeiten zu teilen und über Entwicklungen in der Radiologie und Medizintechnik zu informieren.
Doch in einer Zeit, in der digitale Kommunikation allgegenwärtig ist, stellt sich zunehmend die Frage: Zu welchem Preis?
Wenn das Produkt kostenlos ist, wird der Mensch zum Produkt
Viele digitale Plattformen werben mit „kostenloser Nutzung“ – doch in Wahrheit bezahlen wir auf andere Weise: mit unseren Daten, unserer Aufmerksamkeit und letztlich mit unserer Zeit. Likes, Kontakte, Kommunikationsverhalten, Standortinformationen – all das wird gesammelt, analysiert und vermarktet.
Der Mensch findet sich wieder in einem System, das nicht auf Dialog, sondern auf Datennutzung und Verhaltenssteuerung ausgelegt ist.
Für uns widerspricht das unserem Verständnis von fairer, vertrauensvoller Zusammenarbeit.
Wir glauben daran, dass jede Beziehung – ob zwischen Menschen oder zwischen Mensch und Technologie – auf Ehrlichkeit, Transparenz und gegenseitigem Respekt beruhen muss.
Datenschutz als Haltung
In der Medizintechnik arbeiten wir täglich mit sensiblen Informationen und hohen Anforderungen an Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und Integrität.
Wir wissen: Nur wer verantwortungsvoll mit Daten umgeht, schafft Vertrauen – und Vertrauen ist die Grundlage jeder guten Zusammenarbeit.
Datenschutz und Datenhoheit sind für uns mehr als gesetzliche Vorgaben – sie sind Ausdruck von Respekt und Professionalität. Diese Haltung gilt für uns nicht nur bei PACS-Systemen, RIS-Integrationen oder Praxissoftware, sondern auch in der Art, wie wir mit Ihnen kommunizieren.
Darum möchten wir keine digitalen Systeme unterstützen, die Menschen zu Produkten machen oder Kommunikation zur Ware. Fortschritt hat nur dann Wert, wenn er im Dienst des Menschen steht – und nicht zu dessen Rohstoff wird.
Warum wir die Dienste von Meta verlassen
Die großen sozialen Netzwerke sind längst keine Orte des Austauschs mehr – sie sind Teil eines globalen Geschäftsmodells, das auf Reichweite, Werbung und Datensammlung basiert. Man zahlt dort nicht mit Geld, sondern mit Aufmerksamkeit, Verhaltensdaten und persönlichen Informationen.
Hinter der scheinbar offenen Kommunikation steht eine hochkonzentrierte Infrastruktur: Wenige Konzerne kontrollieren einen Großteil der digitalen Öffentlichkeit. Diese Machtballung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Systems, das auf Maximierung von Engagement und Profit ausgelegt ist – nicht auf Verständigung oder gesellschaftlichen Mehrwert.
Als Unternehmen, das Verantwortung und Integrität lebt, können und wollen wir nicht Teil eines digitalen Ökosystems bleiben, das auf Kommerzialisierung menschlicher Interaktion beruht.
Unabhängigkeit als Haltung
Wir möchten sicherstellen, dass jede Form der Kommunikation – ob Anfrage, Beratungsgespräch oder Informationsaustausch – auf einer sicheren, respektvollen und fairen Grundlage stattfindet.
Dazu gehört, uns von Strukturen zu lösen, die nicht mit unseren Werten vereinbar sind.
Wenn Kommunikation über Kanäle läuft, die von wenigen Big-Tech-Playern gesteuert werden, entsteht Abhängigkeit – technologisch, wirtschaftlich und kulturell.
Diese Konzerne bestimmen zunehmend, was sichtbar ist, wie Aufmerksamkeit verteilt wird und welche Formen von Dialog überhaupt stattfinden können. Das ist nicht nur ein Risiko für die Privatsphäre, sondern auch für Vielfalt, Eigenständigkeit und Innovationskraft – Werte, die in der Medizin und in unserer Arbeit unverzichtbar sind.
Fortschritt braucht Unabhängigkeit, nicht Monopole. Wissen, Austausch und Technologie sollten dem Menschen dienen – nicht umgekehrt.
Weiterhin verlässlich erreichbar
Dieser Schritt bedeutet keinen Rückzug, sondern eine bewusste Entscheidung für mehr Qualität, Datenschutz und Selbstbestimmung.
Wir möchten Kommunikation wieder zu dem machen, was sie sein sollte: ein ehrlicher, respektvoller Austausch zwischen Menschen – ohne Zwischeninstanzen, ohne versteckte Interessen, ohne algorithmische Filter.
E-Mail: office@medicforce.at
Telefon: +43 676 83326690
Im Rahmen unserer bestehenden Zusammenarbeit können Sie uns weiterhin gerne auch über Signal erreichen, sofern Sie diese Kurznachrichtendienste bevorzugen.
Alle Neuigkeiten, Einblicke und Beiträge finden Sie auch weiterhin auf unserer Website.
Zusätzlich bieten wir unseren Newsletter (2× jährlich) an.
Wir freuen uns, wenn Sie diesen Weg mit uns gehen.



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